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Samstag, 17. September 2011

Gestrudeltes

Wenn man Lehrerin ist wie ich ist die Zeit rund um Schulbeginn wie ein Wirbelsturm, da vieles zugleich erledigt werden muss. So ist auch meine lange Abwesenheit vom Blog zu erklären, die ich hiermit beende!
Nach längerer Zeit Tiefkühlessen und kalter Küche ( was für ein Doppelsinn!) wird bei uns endlich wieder ordentlich gekocht, da ein bisschen Zeit dafür übrig ist. Da wir den Sonntag auf heute, Samstag, vorverlegen, gibt es bei uns
Kartoffel-Lauchstrudel mit Lachsfilet.


Das Rezept hierfür hab ich schon sehr lange in meiner To-Do-Mappe abgeheftet und stammt noch von der von mir sehr geschätzten Autorin und Kochjournalistin Eva Bakos aus einem alten Gusto-Heft.

Kartoffel- Lauchstrudel mit Lachsfilet

Zutaten:

1 Pkg Strudelteig
40 dag blanchierte Kartoffelscheiben ( 1/2 cm dick)
20 dag geschnittener grüner Lauch
30 dag Lachsfilet

Für die Lachsfarce:
10 dag Lachsfilet ( bei mir: Polardorsch TK)
1 dl Obers
1 Ei

Salz, Pfeffer, Zitrone, Butter

Zubereitung:
Lauch waschen, in feine Ringe schneiden, kurz überkochen, abseihen, abtropfen lassen.
Für die Farce den Lachs/ Dorsch im Cutter fein zerkleinern ( das geht mit dem tiefgekühlten Fisch besonders gut), Obers und Ei kurz mitmixen, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
Bakos empfiehlt, die Farce durch ein Sieb zu streichen, hab ich nicht gemacht.
Das Lachsfilet in 3 cm dicke Streifen schneiden, salzen, pfeffern.
Den Strudelteig auf einem Tuch auslegen, die Hälfte des Lauchs darauf verteilen, die Kartoffelscheiben darauf legen, darüber die Farce streichen und mit den Lachsstreifen belegen. Den Strudel einrollen , mit flüssiger Butter bepinseln und dann bei 220 Grad C backen.
Bei mir haben die Kanten der etwas großen Kartoffelscheiben an einigen Stellen den Teig zerrissen. Um das zu vermeiden, sollte man kleiner Kartoffeln verwenden oder die Stückchen zerteilen.

Dienstag, 9. August 2011

Süßes und Saures



Wie jedes Jahr wachsen in meinem Hochbeet zwei Zucchinipflanzen. Wie jedes Jahr trägt die eine so wahnsinnig viel, dass ich Angst haben muss, mit ihr ( der Zucchinipflanze) zum Dopingtest gerufen zu werden. Die andere  Pflanze zeigt sich kapriziös- und verweigert jegliche Fruchtausschüttung. Gibt es noch jemanden mit dieser Erfahrung und kann mir das Phänomen erklären?
Auf jeden Fall befinde ich mich erntetechnisch auf dem Gipfel der Sinuskurve und habe mich entschieden, Überschusszucchini- denn ich kann den Kindern ja nicht jeden Suppe aus diesem Gemüse vorsetzen-  auf süß-saure Art einzukochen.
Das Rezeot ist angelehnt an eine Rezept- Idee von Essen&Trinken , das  ich irgenwann einmal im Internet  gefunden habe. Den  kleinen Zettel gibt es noch, die genaue Quellenangabe allerdings nicht mehr.







Zucchini-Chutney
Die angeführte Menge reicht für ca. 750 ml Chutney.
Zutaten:
ca. 1 kg Zucchini kleingewürfelt oder grob geraffelt
250g Zwiebeln, kleingehackt
1 Paprikaschote, kleingehackt
1 Chili (  ich hatte nur Tabasco-Sauce im Haus, geht auch)
250 g Gelierzucker 3 zu1
250 ml Weißweinessig ( ich habe Hesperidenessig genommen)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die vorbereiteten Zucchini ( habe die "Watte" vorher entfernt) mit 40 g Salz vermengen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Die entstandene Flüssigkeit weggießen.
Die restlichen Zutaten  beifügen und aufkochen lassen.  Das Chutney ca 30 Minuten köcheln lassen.
In vorbereitete Gläser füllen, gut verschließen.
Da ich selbergemachtes Eingekochtes gerne verschenke, habe ich aus meinem Gläserfundus nette kleinere Gläschen verwendet.
2 TL Currypulver


Freitag, 17. Juni 2011

Meine Lieblings-Fernsehköche!

Im TV wird ja gekocht, dass sich die Balken biegen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit kann man bereits den verschiedensten Küchenzauberern bei ihrer Arbeit zusehen. Meine zwei allerliebsten sind aber Lafer und Lichter, was sie  produzieren, wirkt immer unglaublich lecker, wird auf jedenfalls ziemlich lustig präsentiert. 
In der öffentlichen Bücherei meines Vertrauens gibt es den Lafer!Lichter!Lecker! Band 2, den ich mir natürlich neugierig unter den Finger gerissen habe.
Viele Klebe-Lesezeichen sind jetzt mal im Buch deponiert, das Pfingstwochenende hat mich aber die Zeit finden lassen, eines der Rezepte ( von Lafer) auszuprobieren. Vorweg: Selten hat es uns SO gut geschmeckt, und sogar die Kinder hielten sich mit Kritik zurück- was ja beinahe schon eine Lobeshymne ist! 
Das glasierte Schweinefilet auf Steinpilzrisotto wandert in mein Stamm-Repetoire!

Montag, 30. Mai 2011

Russischer Sonntag

Letzlich besuchte man ein nettes Landgasthaus ganz in unserer Nähe und vorbei wurden Servierplatten getragen, die -man glaubte es kaum ob ihrer Größe- für nur einen Esser konzipiert waren. Viel sah man ja nicht, was sich Fleischliches darauf befand, aber etwas anderes stach ins Auge: Berge von knusprigen Zwiebelringen, die das anonyme Gericht sichtbar krönten. Da kam ich auf den Plan: so was will ich auch kochen. Und als mir gestern eine "Kochen und Küche" aus den Achtzigern in die Hände fiel mit einem Rezeptfoto, auf dem es vor ebensolchen Zwiebelringen nur so wimmelte, war mir fast schon egal, was sich unter diesen Ringerln befand. Es wurde einfach nachgekocht!
Bitok Nowgorodsky- eine russische Spezialität.

Fazit der Zwiebelring-Zwangshandlung:  eine mehr als wohlschmeckende Variante von Faschierten Laibchen, allerdings sehr zeitintensiv in der Zubereitung. Ich habe außerdem festegestellt, dass gebratene Zwiebelringerln nicht zu lange auf ihren Verzehr warten sollten, die Knusprigkeit nimmt doch etwas ab.

Bitok Nowgorodsky

Zutaten:
600g mageres faschiertes Rindfleisch
3 Semmeln in Milch eingeweicht
1 kl. gehackte Zwiebel
50 g Butter zum Braten der Zwiebel
Salz, Pfeffer
2 Zwiebeln
Öl zum Ausbacken

Sauce:
1/4 l Madeira oder Rotwein
1/4 l Bratensaft ( Eigenbau oder Instant)
25 g Speisestärke
Salz, Pfeffer
Worcestersauce
gehackte Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:
Die eingeweichten Semmeln gut ausdrücken und mit dem Faschierten vermengen. Die gehackte Zwiebel in Butter goldgelb rösten und zur Fleischmasse geben. Würzen.
Kleine Laibchen formen,, in Bröseln wälzen und danach 30 Minuten kühl rasten lassen.
Zwiebeln in zarte Ringe schneiden und in mehreren Partien im erhitzten Öl goldgelb ausbacken auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
Für die Sauce den Wein aufkochen lassen, den Bratensaft und die Gewürze dazugeben und etwas einkochen lassen. Die Speisestärke mit einem EL Wasser anrühren und die Sauce damit binden.
Währenddessen die Laibchen goldbraun braten.
Nun die Sauce auf einer Platte angießen und die Laibchen drauf setzen. Mit Zwiebelringen und Petersilie garnieren.
Beilagen: Reis, Erdäpfelpüree, SalzkartoffeL


Ein Hoch dem knusprigen Zwiebelringerl,
Petra

Sonntag, 17. April 2011

Ein Topf für Eintopf!

Jeder hat wohl seine Rezepte, für die es keine Rezepte gibt. Also, vielleicht hat es mal welche gegeben. Aber die hat man dann so oft gemacht, dass es kein Rezept mehr gebraucht hat, sondern man automatisch richtig gearbeitet hat. Und dann kann sein, dass das Endprodukt gar nicht mehr so viel zu tun hat mit dem Ausgangsrezept. 
Im heutigen Fall handelt es sich um ein solches Rezept, ich weiß noch, wie die geschriebene Seite ausgeschaut hat, ob allerdings alle Zutaten, so wie ich sie nun verwende, auch so draufstanden, kann ich nicht mehr sagen. Schmecken tut´s allerdings, auch meinen Hülsenfrüchtemuffel-Kindern!



Linseneintopf der Nase nach
Zutaten:
1 Zwiebel
30 dag Tellerlinsen
ca 3 Karotten grob gewürfelt
2 Stangen Stangensellerie grob gewürfelt
1 Länge geräucherte Schweineripperln  in 3 Teile zerlegt
1 Klacks Tomatenmark ( oder 3-4 mittlere Tomaten, zerlegt)
Suppenbrühe bzw. gekörnte Brühe zum Aufgießen
Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt

Zubereitung: 
Die gehackte Zwiebel wird mit etwas Öl in einem Topf ( am besten gusseiern) angeschwitzt, Tomatenmark bzw. Tomaten etwas mitrösten.
Geschnittenes Gemüse kurz dazu, ebenso die Linsen und das Lorbeerblatt, alles kurz anschwitzen,
mit Suppe aufgießen. Ca     Minuten zugedeckt weichdünsten.
Die Ripperln herausfischen
Nach Geschmack nachwürzen, ev. mit dem Pürierstab kurz (!) etwas aufpürieren,
ev. mit Sauerrahm abrunden.
Das abgelöste Fleisch von den Ripperln zum Eintopf wieder dazugeben, mit gehackter Petersilie bestreuen.
Dazu dunkles Brot ( Wachauer Weckerln) oder Semmelknödeln servieren.
ev. etwas 

Das Drama um die Semmelknödel

Es hat sage und schreibe 18 Jahre meines- jetzt nicht mehr so kurzen- Lebens gedauert,  bis mein Versuch, essbare Semmelknödel herzustellen, von Erfolg gekrönt war. In direktem Zusammenhang damit stand das Vorhandensein einer Konvenience-Mutter, die auf dem Semmelknödel-Olymp einen sicheren Platz einnahm, den man ihr gar nicht streitig machen wollte. Dass es Mama nicht mehr gibt, hat viele, viele Lücken hinterlassen. Eine derer, die man mit Lächeln annehmen kann, ist bzw. war die entstandene Leere auf dem Semmelknödelhorizont.
Nach vielem Suchen und Ausprobieren bin ich aber auf ein Rezept gestoßen, dass auch in Extremsituationen ( viel zu spät mit dem Kochen begonnen, 3 Überraschungsgäste...) mitmacht. An dieser Stelle ein lieber Gruß nach oben zu dir, Mama!






Semmelknödel, die immer gelingen


Zutaten: ( 12 kleine Knödel)
50 dag Semmelwürfeln ( gibt es im Sack fertig zu kaufen)
3/8 l Milch
6 dag Butter zerlassen
3 ganze Eier
10 dag griffiges Mehl
Petersilie gehackt
Salz, Muskat


Zubereitung:
In einer großen Schüssel die Semmelwürfeln mit der Eiermilch übergießen, die zerlassene Butter und die Gewürze dazugeben und mindestens 10 Minuten rasten lassen. Bei mir stand diese Schüssel auch schon mal 3 Stunden herum, macht die Knödel nur weicher.
Dann das Mehl und die Petersilie dazu geben, mit dem Kochlöffel abrühren.
Mit wasserbenetzten Händen Knödel formen, sie sollen außen rum richtig schön "verschmiert" werden. Dann in siedendes Wasser ( Salz zugeben) einlegen und 10 Minuten mehr sieden als Kochen lassen.
Tipp: die rohen Knödel können auch eingefroren werden. Die Kochzeit erhöht sich dann auf 15 Minuten.
Sofort servieren.